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Christoph Herrler

Würde oder Glück? – Zur Begründung von Klimapolitik in liberalen Verursacherländern

Der Ausgangspunkt des Dissertationsprojekts ist der vielfach problematische, anthropogene Klimawandel, der von einer intergenerationellen und globalen Ungleichheit zwischen Verursachern und Leidtragenden geprägt ist. Um die negative Auswirkungen des Klimawandels möglichst gering zu halten, werden – so konstatiert nicht nur der Weltklimarat – weitgreifende klimapolitische Maßnahmen nötig sein, die gerade in liberalen Gesellschaften einer Begründung bedürfen. Die Arbeit untersucht zunächst exemplarisch zwei divergierende Ansätze, die eine derartige Begründung mit ethischen Argumenten leisten wollen: den auf Glücksmaximierung ausgerichteten, humanen Utilitarismus von Bernward Gesang sowie die diskursethisch begründete, liberale Gerechtigkeitstheorie Felix Ekardts, die von Würde und Vernunft ausgeht. Zudem werden Problemfelder, die sich bei einer Begründung mit Gerechtigkeit in diesem Kontext auftun, aufgezeigt und diskutiert. Ziel der Arbeit ist es, eine möglichst überzeugende Begründung für den Klimaschutz zu finden.

Aufsatz 'Solidarität und Klimawandel' in: Kneuer/Masala (2015)