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Bruno Godefroy

Zeit und politische Ordnung bei Eric Voegelin und Karl Löwith

In heutigen modernitätskritischen Analysen werden Zeit- und Geschichtsvorstellungen immer mehr in den Vordergrund gerückt, wobei unter anderem Bezeichnungen wie „Beschleunigung“ (Hartmut Rosa), „Krise“ oder auch „Katastrophe“ (Jean-Pierre Dupuy) gebraucht werden. Diesen Konzepten liegt nicht nur eine zukunftsorientierte, eschatologische Zeiterfahrung, die für die westliche Moderne maßgeblich ist, zugrunde, sondern sie lassen auch eine Fokussierung auf das Zeitliche und Vergängliche erkennen, die für die Frage nach der richtigen Ordnung problematisch ist.
In meiner Arbeit werden Eric Voegelins und Karl Löwiths Werke auf diese Perspektive hin untersucht, wobei das Verhältnis zwischen politischer Ordnung, Zeit und Geschichte besonders berücksichtigt werden soll. In welcher Korrelation steht eine bestimmte Zeit-/ Geschichtskonzeption zur politischen Ordnung? Wie ist die politische Ordnung angesichts ihrer Zeitlichkeit, ihrer Krisen und ihrer Vergänglichkeit begrifflich zu denken? Und wie lässt sich dennoch dieser zeitlichen Bedingtheit entkommen, wenn die politische Ordnung mit einer Art Ewigkeit in Verbindung gebracht wird?

Binationale Promotion (Cotutelle) an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und der Université Jean Moulin – Lyon 3